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Föderation · Do 27.02.2025 16:04:55

leitete weiter:

DLR

Föderation DE Do 27.02.2025 16:02:40

Die nördliche Polkappe des Mars ist jünger als gedacht 🔴
Neue geophysikalische Analysen zeigen: Die 3 km dicke Eisschicht am Mars-Nordpol entstand erst vor 2–12 Millionen Jahren. Sie verformt die felsige Kruste nur minimal – ein Hinweis auf einen extrem kalten, hochviskosen oberen Mantel, der zehn- bis 100mal zäher ist als der der Erde. Im Gegensatz zur Erde hebt sich die Oberfläche nach dem Abschmelzen von Eis kaum – ein Beleg für die Starrheit des Marsmantels. ℹ️: s.dlr.de/mars-eiskappe

Dynamik im Gesteinsmantel des Mars

Dieses Modell der thermischen Entwicklung veranschaulicht die Dynamik im Gesteinsmantel des Mars. Warme Farben zeigen heiße thermische Anomalien (sogenannte Mantelaufwölbungen oder Mantelplumes), die Wärme aus dem tiefen Inneren an die Oberfläche transportieren. Kalte Farben stellen absinkendes Material dar, das das Planeteninnere abkühlt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass der Mantel des Mars eine sehr hohe Viskosität aufweist. Die Oberflächenkarte basiert auf dem Viking Global Colour Mosaic des US Geological Survey.

Der eisbedeckte Nordpol des Mars

Bereits seit dem 17. Jahrhundert ist bekannt, dass der äußere Nachbar der Erde, der Mars, an seinem Nordpol dauerhaft mit Wassereis bedeckt ist. Die Eiskappe hat einen Durchmesser von etwa 1.000 Kilometer und ist bis zu drei Kilometer dick. Die enorme Masse des Eises drückt die darunterliegende Gesteinskruste nach unten. Erstmals konnte nun eine genaue Rate für diesen Prozess bestimmt werden – er erfolgt mit einer Geschwindigkeit von maximal 0,13 Millimeter pro Jahr. Dies weist darauf hin, dass der Mantel unter der Kruste eine sehr hohe Viskosität besitzt – etwa zehn- bis hundertmal höher als der Erdmantel. Die Prozesse, die zu den mehrere hundert Meter tiefen Tälern zwischen den spiralförmigen Strukturen der Eiskappe führten, sind noch nicht vollständig geklärt, könnten aber mit den vorherrschenden Windrichtungen in dieser Region zusammenhängen.

Bildcredit: ESA/DLR/FU Berlin, NASA MGS MOLA Science Team

Das Chasma Boreale am Nordpol des Mars

Die auffälligste Landschaftsformation am Nordpol des Mars ist das Chasma Boreale. Die von steilen Hängen gesäumte „nördliche Schlucht“ ist fast 500 Kilometer lang und stellenweise bis zu zwei Kilometer tief. An ihrer Mündung erreicht sie eine Breite von etwa 100 Kilometer.

Bildcredit: ESA/DLR/FU Berlin, NASA MGS MOLA Science Team

Radarprofil durch den nordpolaren Eisschild des Mars

Das Bild zeigt einen Querschnitt der nördlichen Polkappe des Mars, basierend auf Daten des Shallow Radar (SHARAD) an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter – eines von sechs wissenschaftlichen Instrumenten der Raumsonde. Die Daten veranschaulichen die innere Struktur der Polkappe, wobei die Übergangszone zwischen Eis und Gesteinskruste durch eine gestrichelte Linie markiert ist. An einigen Stellen erreicht die Eisschicht eine Mächtigkeit von bis zu drei Kilometer. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass das überraschende Fehlen einer deutlichen Einsenkung der Kruste (die gestrichelte Linie ist nahezu gerade) darauf zurückzuführen ist, dass die Polkappe geologisch jung ist und die Kruste noch nicht genügend Zeit hatte, signifikant abzusinken. Das Biegen der Kruste erfolgt mit einer maximalen Rate von 0,13 Millimeter pro Jahr. Diese geringe „Geschwindigkeit“ weist darauf hin, dass der Gesteinsmantel des Mars, tief unter der Polkappe, eine sehr hohe Viskosität besitzt.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/ASI/UT/DLR

(Medien: 4)

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